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| Ab der Schweizer Grenze
(Martina) gibt es zwar nur noch die
Hauptstraße, aber wenig KFZ-Verkehr (zumindest am Feiertag). Durch das Unterengadin mit ständig wechselnden Steigungen und ein paar kurzen Zwischenabfahrten geht es langsam aber stetig hinauf. Das Tal ist eng, die Straße steigt immer wieder über 100 m über den Talgrund auf. Da ich es gemütlich angehen lasse, ist in Susch (Talort des Flüela-Passes) Schluß für den ersten Tag. Am nächsten Morgen nach Zernez und dann mit teilweise bis 10% erst mal leicht heftig ins Oberengadin. Ab Cinous-Chel (1600 m ü.d.M.) ist das Hochtal des Oberengadin erreicht, das Tal weitet sich. Wie die Ortsnamen schon andeutet, wird hier weniger Schwyzerdytsch noch Italiensch, sondern mehr räto-romanisch gesprochen. Von nun an geht es sanft ansteigend dahin, Genussfahren ist angesagt. Über 35 km fahre ich bis nach Pontresina. Hier ist aber auch das Zentrum des Fremdenverkehrs erreicht. Ein seltsamer Kontrast zwischen der almartigen, spektakulären Hochgebirgsnatur und den Auswüchsen der modernen Bau- (Un-) Kultur. Nun noch ein paar Kilometer bis Bahnstation Morteratsch. Quartier wird in Bernina-Sout (Bernina-Häuser), ein paar Kehren weiter oben (2050 m ü.d.M.) genommen. |
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Die Abfahrt nach Bernina-Sout
gerät zum Schmankerl, die Straße ist gut
ausgebaut, freie Sicht über Kilometer. Ich laß die Stinger laufen, erst
bei knapp 90 km/h bremse ich doch wieder, da wird es mir doch etwas
mulmig. Das Fahrwerk und die Bremsen freilich hätten mehr vertragen,
lediglich ein Schlagloch möcht ich wegen der fehlenden
Vorderradfederung nicht abkriegen bei der Geschwindigkeit. Weiter unten
bei sanftem Gefälle rauscht die Stinger nahezu lautlos mit über 50 km/h
dahin. Die Straßenlage auf dem Tieflieger ist traumhaft, man sitzt 35
cm über dem Asphalt fast zwischen den Reifen, die Lenkung wendig und
empfindlich, die Fahrstabilität trotzdem hoch. Die Tiefliegertaschen
tun das ihrige dazu, ob da 5 oder 30 kg drinhängen, das Gepäck ist fast
am Schwerpunkt und hängt sehr tief, man merkt es gar nicht (Ausnahme:
beim rauffahren). Den Rest des Tages bin ich für den Radsport verloren und verbringe die Zeit in der geradezu märchenhaften Umgebung des Morteratschtales. Eigentlich kann ich mich nicht entscheiden, ob ich lieber Bergsteigen oder Radfahren will, aber ich hab keine Bergausrüstung dabei. |
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![]() Hält neben dem Hotel: die rätische Eisenbahn |
![]() Bernina-Parade: Bellvista, Piz Zuppo, Piz Bernina+Biancograt, Piz Morteratsch |
![]() Morteratschgletscher 1991 |
![]() Tafel am Gletscherstand 1990, in 2006 aufgenommen |
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![]() Angenommene Bereifung: 559x50, Radumfang damit 2070 mm => die niedrigsten Entfaltungen, ist primär den kleinen Kettenblättern vorn geschuldet |
![]() Angenommene Bereifung: 700x23, Radumfang damit 2099 mm , Dreifach Kettenblatt vorn => die größten Entfaltungen, wegen kleiner Ritzel und großem Radumfang |
![]() Bereifung: 406x47, Radumfang damit 1530 mm => mittlere Entfaltungen, fast für alles tauglich |
![]() Bereifung hinten: 559x39 Radumfang damit 2001 mm => Praktisch kein Unterschied zur Optima Stinger, die Frage ob 20" oder 26" Hinterrad ist damit irrelevant |
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me on
Stinger |
MTB | Rennrad |
| Fahrergewicht | 78 kg | 78 kg | 78 kg |
| Gewicht des Rads | 18 kg | 14-16 | 10 kg |
| Gepäck | 6 kg | 4 kg | 4 kg |
| Zusammen | 102 kg | 97 kg | 92 kg |